Mein Spielejahr 2018

Nur wenige Stunden noch, dann müssen wir uns alle an die 9 am Ende der Jahreszahl gewöhnen. Ich brauch da immer gefühlt 2 Wochen für, bis ich fehlerfrei das neue Datum schreiben kann. Wo war ich…. Ach ja, ich wollte Euch noch erzählen, welche Spiele es bei mir 2018 auf den Bildschirm geschafft und dort auch etwas länger verweilt haben. Dies aber unabhängig vom Erscheinungsdatum, manchmal kommt es mir auch in den Kopp, ältere Schätze auszugraben.

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Summertime Saga

Mehr als die Webseite bekommt Ihr hier nicht zu sehen 🙂

2018 begann für mich mit einem sehr “erwachsenen” Point- and Klick-Adventure, auch Visual Novel genannt. Ein junger Mann muss nach dem ungeklärten Tod seines Vaters bei seiner Tante Debbie und deren Tochter Jenny Quartier beziehen. In der Schule erhält er den Auftrag, alle seine Noten auf ein A zu verbessern, er muss eine Kandidatin für den Abschlußball finden, und nebenher auch noch Geld für die Studiengebühren verdienen. Und außerdem auch noch die Chemie zwischen sich und den Mitschülern und den Lehrern verbessern. Das alles gewürzt mit einer ganzen Menge Sex. Dies allerdings nur als freischaltbare Animationszenen. Die Geschichte ist allerdings so klasse vorgetragen und spannend erzählt, dass man gar nicht anders kann als die aufgetragenen Quests zu erfüllen und zu schauen wie es weitergeht.

Summertime Saga ist ein auf Patreon crowdfinanziertes Spiel und dort auch eines der erfolgreichsten Projekte. Dafür spricht auch die Anzahl von mehr als 40.000 Mitgliedern auf dem Discord-Server, die beharrlich auf Updates der Story warten. Ach, hatte ich das nicht gesagt? Das Spiel ist immer noch ständig in der Entwicklung, auf der Patreon-Webseite kann man den derzeitigen Stand der Entwicklung und die Roadmap einsehen und natürlich auch durch Spenden dafür sorgen, dass man etwas schneller an Updates kommt. Alles in Allem ein sehr spannendes Adventure mit einer tollen Geschichte, die noch lange nicht zu Ende ist. Summertime Saga gibt es kostenlos für
Windows, Mac, Android und Linux.

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Sea of Thieves

Dieses animierte Meer sucht Seinesgleichen!

Wer wollte nicht schon einmal als Pirat auf dem eigenen Schiff die Segel setzen und Kanonen auf gegnerische Schiffe abfeuern, Schätze ausgraben und nach einem geleerten Fass Grog mit seinen Kumpels Piratenlieder zum Besten geben? Das alles und noch viel mehr erlebte man seit März 2018 in dem auch über das Gamepass-Abo erhältliche Play-Anywhere-Spiel Sea of Thieves. Zugegeben, kurz nach dem Release war die Maulerei seitens der Community über fehlende Inhalte ziemlich lautstark, aber da der Entwickler Rare das ganze als Game-as-a-Service aufgezogen hat, und man auch eng mit den Spielern zusammen arbeitet, waren erste Kinderkrankheiten schnell ausgemerzt und mittlerweile kann sich auch niemand mehr über Langeweile auf dem Meer beschweren.

Ich muss gestehen, die ersten Momente auf dem fantastisch animierte Meer und der ersten kleinen Schaluppe waren alles andere als langweilig. Es ist schon Einiges an Arbeit vonnöten um selbst das kleinste Schiff im Spiel auf Kurs zu bringen. Da merkt man, dass Sea of Thieves von vornherein als Multiplayer-Spiel verstanden werden will, und daraus bezieht es auch seine Stärke, denn ich habe selten so viel Spaß gehabt wie mit einer Vierer-Mannschaft auf dem großen Dreimaster. Da muss jeder Handgriff sitzen und die Aufgaben perfekt koordiniert sein, ansonsten isses Essig mit der Schatzsuche. Es gibt kein Navi im Spiel, auch wer allein unterwegs ist, muss immer mal zwischendurch einen Blick auf den Kartentisch werfen, um auf Kurs zu bleiben. Schnellreisen gibt es auch nicht, das steigende Ansehen bei den verschiedenen Gilden hat auch keinen Einfluß auf die Spielerentwicklung, die einzig dadurch voranschreitet, dass man mit der Zeit lernt, die vom Spiel vorgegebenen Techniken und Gerätschaften effektiver zu nutzen. Das hält alle Spieler auf ein und dem selben Level, so dass auch ungeübte Möchtergern-Piraten jederzeit ins Spiel einsteigen können. Mittlerweile erschweren noch riesige Haie, Kraken, feuerspuckende Vulkane und marodierende skelettierte Piraten die Reise zu Reichtum und Ansehen.

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State of Decay 2

Splatter und WiSim in einem Spiel, das geht echt gut!

Ich hatte schon den Vorgänger gesuchtet bis der Arzt kommt, daher wurde ich immer aufgeregter, bis das Intro von State of Decay 2 endlich auf meinem Fernseher zu sehen war. Es war schon eine mutige Idee, Zombie-Gemetzel mit einer Wirtschaftssimulation zu verbinden, der Erfolg des ersten Teils hatte den Entwicklern von Undead Labs dann auch recht gegeben.

Zugegeben, vom Gameplay her hat sich im Bezug zum Vorgänger nicht viel geändert, die aufgehübschte Grafik und natürlich die lang erwarteten Multiplayer-Funktionen sowie die ständigen Verbesserungen und Addons machen das Spiel zu einem meiner Favoriten. Im Grunde geht es darum, eine Gemeinschaft aufzubauen, zu unterhalten und mit anderen Gemeinschaften Handel zu treiben. Und das unter dem Aspekt einer voranschreitenden Zombie-Apokalypse. Es macht Freude, immer mal wieder mit einem vollgetankten, aufgerüsteten Van in eine Zombie-Horde reinzubrettern. Oder mit dem Granatwerfer mit einer Granate alle Zed’s aus der Umgebung anzulocken und mit einer Zweiten dann ihre Einzelteile in der Gegend zu verteilen. Mit dem letzten Update kam dann auch noch eine Art Siege -Einlage namens Daybreak, in der man mit bis zu vier Mitspielern eine Zombie-Belagerung mit modernsten Waffen überleben muss. Da Undead Labs noch einige Inhalts-Updates versprochen haben, wird es auch nie langweilig, den Zombies zu zeigen, wo der Hammer hängt.

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Die Yakuza-Spielereihe

Darf ich Vorstellen: Kazuma Kiryu und Goro Majima

Dank des PS-Now– Angebotes hatte ich die Gelegenheit endlich Kazuma Kiryu, kennen zu lernen, einen ehemaligen Yakuza, der nach 10 Jahren Gefängnis in die Machenschaften verfeindeter Clans hineingezogen wird. Das Ganze spielt in einer fiktiven japanischen Großstadt, die im Spiel auch inklusive Bevölkerung sehr eindrucksvoll dargestellt wird.

Ich habe bis jetzt 4 Spiele der Serie durch und ich kann Euch sagen, da werden wunderbare Geschichten erzählt, ob es die Suche nach einem verschwundenen Mädchen oder die Aufdeckung eines alten Geheimnisses aus dem 2, Weltkrieg ist, man prügelt sich von einer Quest zu nächsten, trainiert und entwickelt seine Kampfkünste weiter, sammelt Upgrades für seinen ferngesteuerten Modell-Rennwagen, agiert als Hausverwalter und vieles mehr. Auch wer nur ein kleines faible für fernöstliche Geschichten hat ist hier sehr gut aufgehoben.

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Universal Paperclips

Hinter diesen Zahlenreihen versteckt sich eine fantastische Geschichte.

Ich hatte noch nie etwas von Klicker-Games gehört, bis ich bei Reddit auf Universal Paperclips stieß. Dies ist ein von Frank Lantz, dem Direktor der New York Gaming University entwickeltes Browserspiel.

Man übernimmt die Rolle einer künstlichen Intelligenz, die zunächst nur Büroklammern herstellen soll. Im weiteren Spielverlauf ergeben sich dann aber Möglichkeiten der Weiterentwicklung, die man sich in seinen kühnsten Träumen nicht hätte vorstellen können. Ich will hier nicht weiter spoilern, wer das Spiel nicht kennt, sollte ihm unbedingt eine Chance geben, es ist wirklich erstaunlich was für eine tolle Geschichte der Mann mit ein paar Zahlenkolonnen erzählt. Dieses unscheinbare Juwel hat es ruckzuck in meine All-Time-Favorites geschafft.

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Wreckfest

Da fliegt mir echt das Blech weg 🙂

Es wird sicherlich keine Überraschung für Euch sein, dass Wreckfest mit in meiner Liste der Lieblingsspiele steht. Ich hatte dermaßen Spass beim verschrotten meiner virtuellen Gegner, irgendwie konnte ich gar nicht mehr aufhören damit.

Ich warte jetzt nur noch, bis es für die XBOX One erscheint, dann kann ich da auch die Fetzen fliegen lassen.

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War Thunder

Flugzeuge! Panzer! Kriegsschiffe! Helikopter! Alles in einem Spiel!!

Ich spiele War Thunder schon seit es noch im Beta-Stadium auf dem PC war, und habe dort auch schon einen relativ großen “Fuhrpark”, am meisten habe ich mich aber über die Veröffentlichung auf meiner Lieblingskonsole gefreut. Leider will der Entwickler nichts von Account-Übertragung wissen, so musste ich denn wie vorher auch auf der PS4 wieder ganz von Vorne mit einem neuen Account anfangen. Und leider hat es auch einige Zeit gedauert, bis ich die Flieger, Panzer und Schiffe und Helis endlich mit meinem Logitech MX Ergo Tackball steuern konnte.

Aber mittlerweile macht es keinen Unterschied mehr, ob man mit oder ohne eingeschaltetes Crossplay spielt, die Steuerung ist endlich bei allen 3 Systemen gleich. Updates werden alle gleichzeitig ausgerollt, das ist auch prima. Jetzt muss nur noch Sony beim Crossplay mit ins Boot kommen, dann wäre die Sache perfekt.

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So, das wäre dann mein persönlicher Gaming-Jahres-Rückblick gewesen, vielleicht habt Ihr ja noch einige interessante Ideen für mich, meinen Spiele- Alltag zu verschönern, dann lasst es mich in den Kommentaren wissen. Bis dahin wünsche ich Euch einen guten Rutsch und ein tolles Gaming-Jahr 2019!